Ein mehrstöckiges Wohngebäude ist über Nacht im Westen von Gaza-Stadt eingestürzt. Lokalen Zeugen und palästinensischen Journalisten zufolge sollen sechs Familien unter den Trümmern eingeschlossen sein.

Von Al Jazeera verifizierte Aufnahmen zeigten Rettungsteams, die kleine Kinder aus den Trümmern zogen, sowie Anwohner, die sich bis Mittwochmorgen mit bloßen Händen durchgruben.

Laut Zeugen und dem verifizierten Material waren Hilferufe von Kindern aus dem Beton zu hören, während Zivilschutzteams darum kämpften, die Verschütteten zu erreichen.

Ein weiteres Video zeigte ein junges Mädchen, das lebend aus den Trümmern geborgen wurde, sowie mehrere Überlebende, darunter augenscheinlich atemlose Kleinkinder, bevor sie mit Rettungswagen abtransportiert wurden.

Es blieb unklar, ob es Verletzte oder Tote gab. Es gab keine sofortige Stellungnahme des Gesundheitsministeriums oder des Zivilschutzes in Gaza.

Lokalen Medien zufolge war das Gebäude zuvor bei einem früheren israelischen Bombenangriff getroffen worden, wodurch es Risse bekam und statisch instabil wurde, bevor es schließlich kollabierte.

Tausende Häuser und Apartmentgebäude, die während des Krieges beschädigt oder teilweise zerstört wurden, bleiben im gesamten Gazastreifen unbewohnbar und sind von plötzlichen Einstürzen bedroht.

Viele Palästinenser leben in Notunterkünften und halb zerstörten, zuvor bombardierten Gebäuden im gesamten Gebiet, nachdem Israel die Einfuhr von Baumaterialien für Reparaturen sowie schwerem Gerät für den Zivilschutz zur sicheren Räumung von Trümmern und Rettungseinsätzen eingeschränkt hat.

Mangelnde Ressourcen zwingen die Rettungskräfte dazu, sich bei ähnlichen Einstürzen weitgehend auf Handarbeit zu verlassen, was die Reaktionszeiten in Notfällen verlangsamt.