„Es geht nicht darum, sich auf seltsame Weise zu verkleiden, sondern darum, sich in seinem eigenen Körper wirklich wohl zu fühlen. Sie hat Termine und möchte nicht aussehen, als wäre sie im Sommerurlaub.“ So beschrieb Sofia Wallenstam die Frühlingskollektion, die sie gemeinsam mit Rachel Proud entworfen hat.

Das Team von Dagmar hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man sich für ein sich veränderndes Klima kleiden kann, in dem drückende Hitze offenbar zur Norm wird. Fast vollständig in Schwarz-Weiß gehalten, umfasst die Kollektion körpernahe Tankkleider (eines davon mit tiefem Rückenausschnitt) und ein gecrinkeltes Slip-Kleid mit Kordelzug am Ausschnitt.

Was Oberteile betrifft, gab es ein luftiges A-Linien-Camisole mit Rüschen am Saum. Sinnlicher und essenzieller war ein ärmelloser, geraffter Body mit Schulterpolstern; im Lookbook ist er mit von den 30er Jahren inspirierten High-Waist-Hosen kombiniert.

Eine geräumige, beige Jacke mit seitlicher Bindung und verlängerter, leicht abfallender Schulterlinie sah ideal aus, um der Hitze zu trotzen und dabei dennoch professionell zu wirken. Wallenstam beschrieb die Kollektion als etwas mit einer skav-artigen Qualität, was eine gewisse Nonchalance bedeutet, aber der einzige sichtbare „Glitch“ war ein Kleid mit zwei Nähten (eine mittig vorne und hinten), das nur dann in einer geraden Linie fiel, wenn es eine Schulter bedeckte und mit sommerlicher Leichtigkeit von der anderen glitt.