Was passiert, wenn Designer aufhören, die Regeln so ernst zu nehmen? Auf der New York Fashion Week machten die Shows für Frühling/Sommer 2027 einen überzeugenden Fall dafür, sich zu entspannen – im wörtlichen Sinne und darüber hinaus.

Hemdmanschetten wurden übergroß, Schalgürtel wickelten sich um die Taille und Kummerbünde entkamen dem Smoking. Fransen sorgten für Bewegung, während Mod-Silhouetten und kräftige Farben einen verspielten 60er-Jahre-Geist in die Saison brachten, deren übergeordnetes Thema, wie Tory Burch es ausdrückte, die „Freude am Anziehen“ war.

Hier sind ohne weiteres die herausragenden Trends für Frühling/Sommer 2027 von der New York Fashion Week. Mini Mod: Die 60er Jahre waren überall auf den Laufsteg-Moodboards vertreten, von Michael Kors bis Zane Li von LII.

Li schickte eine Reihe von Mikro-Mini-Kleidern auf den Laufsteg, die die verspielte Respektlosigkeit dieser Ära widerspiegelten, komplett mit kräftigen Primärfarben-Blockierungen und unerwarteten Einsätzen.

Anderswo verwandelte Wes Gordon das eigene Andy-Warhol-Porträt von Carolina Herrera in ein extrem modisches Hängerkleid, das Texturen und Stickereien für zusätzliche Bewegung übereinanderlegte.

Zankov bot ein ähnlich formloses Shift-Kleid in Lila und lebendigem Primärgrün an – einer der unbestrittenen Favoritenfarbtöne der Saison.

Eingebunden: Der Kummerbund beanspruchte weiterhin seinen Platz als der neue „It“-Gürtel der Saison, vor allem bei Kallmeyer – aber er hatte stilvolle Konkurrenz.

Man betrete den Schalgürtel, eine luftige, bohemian-orientierte Alternative, die sich um die Taillen der Laufsteg-Garnitur schlang.

Von Zankovs disco-tauglicher Version bis hin zu Ralph Laurens schwingender, mit Fransen versehenen Version brachte das Accessoire ein verlockendes Gefühl von Bewegung und Lässigkeit selbst in die poliertesten Looks.

Lose Enden: Der Frühling bietet den perfekten Moment für texturierte Details, um zu glänzen, und Designer nutzten dies mit viel Finesse.

Fransen tauchten an einem wunderschön gestrickten Kleid und der dazugehörigen extragroßen Clutch bei Kallmeyer auf, ebenso wie bei Simkhai, TWP und Monse, wo Laura Kim und Fernando Garcia ein von der griechischen Antike inspiriertes Fransenoberteil mit einem Rock mit geteiltem Saum für einen Look kombinierten, der sich bei jedem Schritt bewegte.

Manschetten-Drama: Die subtile Neuinterpretation klassischer Garderoben-Basics war ein prägendes Thema auf der New York Fashion Week, wobei ein Beispiel die einfache Form einer übertriebenen Hemdmanschette annahm.

Der von Menswear inspirierte Styling-Trick erwies sich als Favorit bei Attersee, Fforme und Altuzarra, getragen hochgeschlagen unter Lederjacken oder einzeln ein Statement setzend. Printmaxxing