Sarah Staudingers zwei wichtigste Saisons sind ihre Pre-Kollektionen. Daher bezeichnet sie ihre Pre-Fall-Kollektion als den „Summer of Staud“.

„Die Frühjahrssaison 2027 lebt im Wesentlichen im Schrägstrich. Sie lebt im Raum dazwischen“, erklärte die Designerin. „Wir haben diese Kollektion intern als oben/unten, Ost/West, hier/dort, damals/heute beschrieben. Das Oben/Unten zeigt, wie sie sich wirklich kleidet: Abendmode ist nicht unbedingt Abendmode und der Tag ist nicht einfach Tag.“

Viele dieser Ansätze zogen sich durch das gesamte Styling der Kollektion. Duchess-Satinkleider wurden zu Loafers und Sandaletten getragen und mit einem Bastshut statt einer schicken Abendtasche accessorisiert.

Diese Idee funktioniert gut für das Staud-Mädchen, das, genau wie die Designerin selbst, einen entspannteren Ansatz in Sachen Mode verfolgt. Sie kann sich bemühen, ohne zu angestrengt wirken zu wollen, was mit einem Staud-Look, der die ganze Arbeit für einen erledigt, ganz leicht von der Hand geht.

Staudinger, deren Accessoires im Luxussegment für zeitgenössische Mode unschlagbar sind, hat ihre Exzellenz bei erschwinglichen Kleinlederwaren nun auch auf ihre Oberbekleidung übertragen. Ihr Auge für Detailgenauigkeit beim Kreieren der perfekten Handtasche oder von Schuhen mit Gummisohle erstreckt sich nun auf Ledermäntel, die dieselbe Behandlung wie die Taschen erhalten.

Der Eröffnungsmantel der Saison kam im selben Leder und Ombré wie die passenden oversized Maude Tote, die kürzlich an einigen Modefrauen gesichtet wurde. Ein weiteres herausragendes Oberbekleidungsteil war eine ecrufarbene, geknackte Leder-Moto-Jacke mit coolen Trichterkragen-Details.

Staud, die vor Prints und Farbe nicht zurückschreckt, präsentierte eine Vielzahl neuer, fröhlicher Muster. Ein besonders hervorragender Print zeigte sich auf einem patchworkartigen Perlen-Top und Rock, die sowohl als Separates als auch als Komplettlook getragen werden können.