Schlamperei: Vermisst
Ein südkoreanischer Polizist gab zu, Vermisstenfälle ohne ordnungsgemäße Ermittlungen geschlossen zu haben, um Arbeit zu vermeiden. Der Skandal führte zum Fund von Leichen und erneuter Kritik am Polizeisystem.
Das Wichtigste
- Ein südkoreanischer Polizist namens Bu schloss Vermisstenfälle ohne Ermittlungen.
- Er log Angehörige an, Vermisste seien sicher und wollten keinen Kontakt.
- Die Behörden fanden auf Jeju vier Leichen bei Neuuntersuchungen.
- Unter den Toten sind zwei Personen aus von Bu geschlossenen Akten.
- Der Vorfall löste eine umfassende Prüfung und Kritik an der Polizei aus.
Ein südkoreanischer Polizist hat zugegeben, Vermisstenfälle ohne ordnungsgemäße Ermittlungen geschlossen zu haben, weil er sich die Arbeit ersparen wollte. Der Beamte, den offizielle Stellen nur mit dem Nachnamen Bu identifizierten, log die Familien an und behauptete, die Vermissten seien in Sicherheit und wollten nicht kontaktiert werden. Zudem trug er falsche Informationen in die Polizeiakten ein.
Nach wachsender öffentlicher Kritik begannen die Behörden mit der Neuuntersuchung von Vermisstenfällen auf der Insel Jeju, wo Bu stationiert war. Bislang wurden vier Leichen gefunden, darunter zwei Personen, deren Fälle Bu geschlossen hatte, ohne sich ordnungsgemäß nach ihnen zu erkundigen.
Der Skandal hat zu einer umfassenderen Überprüfung der von Bu bearbeiteten Fälle und zu neuer Kritik am südkoreanischen Polizeisystem geführt.