USA erheben Anklage gegen fünf Personen wegen angeblicher russischer Komplotte
Das US-Justizministerium hat fünf Personen wegen angeblicher Komplotte im Zusammenhang mit dem russischen Geheimdienst angeklagt, darunter Überwachung und geplante Morde.
Das Wichtigste
- Das US-Justizministerium hat eine Anklageschrift gegen fünf Personen entsiegelt.
- Zu den Angeklagten gehören russische, kubanische und venezolanische Staatsbürger.
- Alle fünf sind wegen Verschwörung zur Finanzierung des Terrorismuses angeklagt.
- Drei der Verdächtigen stehen zusätzlich wegen Verschwörung zum Auftragsmord vor Gericht.
- Die Gruppe soll Überwachungen und geplante Angriffe auf Dissidenten in den USA und Litauen durchgeführt haben.
Fünf Personen sind wegen angeblicher Komplotte im Zusammenhang mit dem russischen Geheimdienst angeklagt worden, die Überwachung, Anwerbung und geplante Morde beinhalten, wie aus einer vom US-Justizministerium entsiegelten Anklageschrift hervorgeht.
Staatsanwälte erklärten am Dienstag, dass die Gruppe im Auftrag russischer Geheimdienste gehandelt habe, um internationale Angriffe und Morde durchzuführen, unter anderem innerhalb der USA, und dass alle fünf flüchtig sind.
Die Angeklagten wurden als der 63-jährige russische Staatsbürger Yuri Khrameev, sein 27-jähriger Sohn Kirill Khrameev, die Kubaner Oemis Romagoza Durruthy und Yaidel Delgado Suarez, beide 35 Jahre alt, sowie der 22-jährige Venezolaner Angel Eduardo Castro identifiziert.
Alle fünf wurden wegen Verschwörung zur Finanzierung des Terrorismuses angeklagt, während Khrameev, Suarez und Castro zusätzlicher Anklagen wegen Verschwörung zum Auftragsmord gegenüberstehen.
Auf einer Pressekonferenz erklärte Generalstaatsanwalt Todd Blanche, dass die Komplotte auch Versuche beinhalteten, einen russischen Dissidenten zu töten, der vermutlich in der Region Washington, DC, lebt.
Beamte des Justizministeriums gaben bekannt, dass das Netzwerk mehrere Personen in den USA rekrutiert hatte, um russische Dissidenten zu überwachen, wobei Ziele sowohl im Inland als auch in Litauen ins Visier genommen wurden.
In einem Fall wurde einem Rekruten Berichten zufolge 40.000 Dollar versprochen, um ein in den USA befindliches Ziel „verschwinden“ zu lassen. Einem anderen Rekruten soll im Jahr zuvor 25.000 Dollar geboten worden sein, um jemanden in Litauen zu töten.
Die russische Botschaft in den USA hat sich zu dem Fall nicht geäußert. Moskau hat Anschuldigungen, es habe Attentatsoperationen auf ausländischem Boden einschließlich der USA orchestriert, stets zurückgewiesen.