Kritik: Ein idealistischer junger Anwalt in Stalins Sowjetunion
Sergei Loznitsas Film „Zwei Staatsanwälte“ handelt von einem jungen Juristen, der während der stalinistischen Säuberungen in den 1930er Jahren an die Rechtsstaatlichkeit glaubt.
Das Wichtigste
- Der Film stammt von Regisseur Sergei Loznitsa.
- Der Titel des Films lautet „Zwei Staatsanwälte“.
- Die Handlung spielt während der stalinistischen Säuberungen der 1930er Jahre.
- Im Mittelpunkt steht ein junger Anwalt mit idealistischen Vorstellungen.
Sergei Loznitsas Film „Zwei Staatsanwälte“ handelt von einem jungen Anwalt, der an die Rechtsstaatlichkeit glaubt. Er lebt unglücklicherweise zu einer der schlimmsten Zeiten und an einem der schlimmsten Orte für einen solchen Idealismus: während Josef Stalins Säuberungen in den 1930er Jahren.
Der verblendetste Idealist der Geschichte ist jedoch nicht dieser angehende Staatsanwalt, der naiv genug ist, schockiert zu sein, als er erfährt, dass ein unschuldiger Gefangener gefoltert wird. Es ist der Gefangene selbst, der glaubt, Stalin könnte eingreifen und die Dinge in Ordnung bringen, wenn er nur wüsste, was die lokale Geheimpolizei getrieben hat. Sogar ein Bolschewik kann an eine Version von „Guter Zar, böse Bojaren“ glauben.
Wie Loznitsas Geschichte ausgeht, wird niemanden überraschen, der sich auch nur ein wenig in der sowjetischen Geschichte auskennt. Aber den Protagonisten überrascht es sehr wohl, und der Film zieht echte Dramen – und eine Menge schwarzen Humor – aus seinem Weg zu einem unvermeidlichen Ziel.