Versteckt an einem der malerischen Seen von Minneapolis ist das Bakken Museum eine schräge Feier menschlicher Kreativität und des Einfallsreichtums mit einer Vorgeschichte, die fast ebenso faszinierend ist. Das Museum widmet sich, recht lose, dem Thema Elektrizität. Zu den Exponaten gehört die Geschichte elektrisch betriebener medizinischer Geräte wie Prothesen und Herzschrittmacher.

Besucher können Nachbauten einiger Experimente von Ben Franklin mit statischer Elektrizität ausprobieren, wobei man Warnungen zur Vermeidung von Stromschlägen beachten sollte. Diese reale Wissenschaft vermischt sich in dem Raum, der frühe Experimente zeigt, die Mary Shelley wahrscheinlich zu „Frankenstein“ inspirierten, mit Fiktion. Eine wahrhaft gruselige Theaterpräsentation der Geschichte ist voll animatronisch und beinhaltet passenderweise eine Kreatur, die durch die Kraft der Elektrizität zum Leben erweckt wurde.

Die Tatsache, dass sich das gesamte Museum in einer wunderschönen Villa im Gotik- und Tudor-Stil befindet, die von Gärten umgeben ist, trägt nur zu seinem Charme bei, ebenso wie die Geschichte der Entstehung des Bakken. Seit seinem Bau im Jahr 1930 hatte das Haus mehrere Besitzer, darunter Richard Cornelius, den Erfinder des Bierzapfhahns. Earl Bakken, der den weltweit ersten tragbaren Herzschrittmacher erfand, kaufte das Anwesen 1976 und nutzte es, um seine Sammlung früher elektromedizinischer Artefakte auszustellen.

Das unkonventionelle und unvergessliche Bakken Museum zelebriert den Funken der Fantasie, der neue Ideen zum Leben erweckt, sei es im Labor oder auf dem Papier.