US-Wähler fordern vor den Zwischenwahlen Antworten zur Sozialversicherung
Laut einer aktuellen Umfrage befürwortet eine große Mehrheit der Wähler in wichtigen Senats-Wahlkämpfen Kandidaten mit konkreten Reformplänen für das Sozialversicherungssystem.
Das Wichtigste
- Über 80% der Wähler bevorzugen Kandidaten mit Reformplänen für die Sozialversicherung.
- Der Sozialversicherungstreuhandfonds wird voraussichtlich Ende 2032 erschöpft sein.
- Ohne Maßnahmen des Kongresses drohen automatische Leistungskürzungen von 22%.
- Von den Kürzungen wären 63 Millionen Amerikaner mit einem monatlichen Verlust von rund 500 US-Dollar betroffen.
- 72% der Befragten unterstützen eine zusätzliche Lohnsteuer von 1% auf Einkommen über 184.500 US-Dollar.
Eine große Mehrheit der Wähler in wichtigen Senats-Wahlkampfstaaten bevorzugt Kandidaten, die explizite Pläne zur Reform der Sozialversicherung vorlegen, gegenüber denjenigen, die versprechen, das Programm unangetastet zu lassen. Dies geht aus einer Untersuchung der Peterson Foundation hervor. Die bundesweite Umfrage unter 2.500 registrierten Wählern, die zwischen dem 20. und 27. August durchgeführt wurde, ergab, dass mehr als 80 Prozent der Befragten einen Vertreter mit einer Strategie zur Verhinderung automatischer Leistungs Kürzungen bevorzugten. Im Gegensatz dazu sprachen sich 17 Prozent für Kandidaten aus, die versprachen, das System nicht anzutasten.
Dringlichkeit entsteht durch eine knappe finanzielle Frist. Ein Bericht des Kuratoriums der Sozialversicherung prognostizierte, dass der Treuhandfonds, der zur Aufstockung der Lohnsummensteuern verwendet wird, in den späten Monaten des Jahres 2032 leer sein wird. Wenn der Kongress bis dahin nicht eingreift, wird der Fehlbetrag eine sofortige Kürzung der Bezüge um 22 Prozent für alle Leistungsempfänger erzwingen. Da in diesem Zyklus gewählte Senatoren zu dem Zeitpunkt im Amt sein werden, zu dem die Erschöpfung eintritt, betonen Analysten, dass die bevorstehenden Wahlen ein höheres Gewicht haben.
„Die Wähler, die das Gleichgewicht im US-Senat bestimmen werden, fordern die Kandidaten auf, die Zukunft der Sozialversicherung zu stärken“, sagte Michael Peterson, Vorstandsvorsitzender der Peterson Foundation. „Senatoren, die diesen Herbst gewählt werden, werden 2032 im Amt sein, wenn die Empfänger der Sozialversicherung sofortigen Kürzungen von 22% ausgesetzt sind, sodass alle Kandidaten in diesem Wahlkampf Lösungen vorlegen sollten, um dieses katastrophale Ergebnis zu verhindern.“
Eine Analyse des Committee for a Responsible Federal Budget stellte fest, dass 63 Millionen Amerikaner — darunter 54 Millionen Rentner sowie 9 Millionen Unterhaltsberechtigte und Hinterbliebene — von den Kürzungen betroffen wären. Der durchschnittliche nationale Verlust würde etwa 500 US-Dollar pro Empfänger und Monat entsprechen.
In fünf kritischen umkämpften Staaten variiert die finanzielle Belastung laut der CRFB-Analyse. Texas sieht sich dem größten Gesamteinschlag gegenüber, wo 4,3 Millionen Sozialversicherungsempfänger eine durchschnittliche monatliche Kürzung von 489 US-Dollar sehen würden. Es folgt Ohio mit 2,2 Millionen Einwohnern, die jeden Monat durchschnittlich 487 US-Dollar verlieren, während Michigan 2 Millionen Leistungsberechtigte hat, die einem durchschnittlichen monatlichen Verlust von 523 US-Dollar gegenüberstehen. In North Carolina würden 2 Millionen Menschen einen durchschnittlichen monatlichen Rückgang von 501 US-Dollar erleben, und in Georgia stehen 1,7 Millionen Wähler einem durchschnittlichen monatlichen Rückgang von 487 US-Dollar gegenüber.
Die Umfrage der Peterson Foundation ergab, dass 91 Prozent der Befragten strukturelle Reformen unterstützten, sobald sie über die Prognosen der automatischen Kürzungen für 2032 informiert wurden. Darüber hinaus gaben 85 Prozent an, dass die anhaltende Inflation die Lösung der Finanzierungslücke dringlich mache. Die Umfrageergebnisse zeigten eine klare Unterstützung für eine Reihe von politischen Änderungen, um das Programm solvent zu halten.
Die Mehrheit der Befragten, nämlich 72 Prozent, befürwortete die Hinzufügung einer Lohnsummensteuer von 1 Prozent auf Einkommen über 184.500 US-Dollar. Zwei Drittel unterstützten die Begrenzung der jährlichen Leistungen auf 100.000 US-Dollar pro Rentnerpaar, während 65 Prozent Leistungskürzungen für die obersten 20 Prozent der Verdiener befürworteten. Ebenfalls 65 Prozent sprachen sich für eine Kombination aus schrittweisen Leistungsänderungen und Steuererhöhungen aus.
„Die gute Nachricht dieser Umfrage ist, dass die Wähler dieses Problem angegangen sehen wollen und es eine starke parteiübergreifende Unterstützung für viele verfügbare Lösungen gibt, die dieses wesentliche Programm aufrechterhalten würden“, sagte Peterson.
Die Wähler zogen eine feste Grenze gegen die Verwendung von Nationalverschuldung, um die Lücke zu decken. Nur 29 Prozent befürworteten bundesstaatliche Kredite zur Bewältigung des Defizits, während 68 Prozent ausdrücklich dagegen waren, das nationale Defizit von 40 Billionen US-Dollar weiter zu vergrößern.