Das US-Militär hat am Samstag einen tödlichen Angriff auf ein Schiff in der Karibik verübt, das nachbarn Angaben zufolge in den Drogenhandel verwickelt war. Dabei wurden vier mutmaßliche „Narcoterroristen“ getötet, wie das U.S. Southern Command (SOUTHCOM) mitteilte.

„Am 19. September führte die Joint Task Force Western Hemisphere unter der Leitung von #SOUTHCOM einen tödlichen, kinetischen Schlag gegen ein Schnellboot aus, das entlang etablierter Drogenhandelsrouten in der Karibik fuhr“, erklärte SOUTHCOM in einer Mitteilung.

„Bestätigte Geheimdienstinformationen ergaben die aktive Beteiligung des Schiffes am Drogenhandel“, heißt es in der Erklärung weiter. SOUTHCOM gab bekannt, dass bei der Operation vier mutmaßliche „Narcoterroristen“ getötet wurden.

Der Angriff am Samstag erfolgt inmitten einer monatelangen Kampagne der Trump-Regierung, die darauf abzielt, mit Kartellen verbundene Schmuggelnetzwerke zu zerschlagen. SOUTHCOM hat Dutzende Angriffe im östlichen Pazifik und in der Karibik durchgeführt, die sich gegen Schiffe richteten, die nach Angaben des Militärs mit „Narcoterroristen“ in Verbindung stehen.

Am 9. September teilte das Militär mit, es habe einen Angriff auf ein am Drogenhandel beteiligtes Schiff durchgeführt, der drei Todesopfer forderte.

Nach dem Angriff vom Samstag hat die Kampagne der Trump-Regierung gegen mutmaßliche Kartellschiffe in etwa einem Jahr zu mindestens 231 Todesfällen bei mindestens 69 gemeldeten Angriffen geführt.

Ein von SOUTHCOM veröffentlichtes Video der Operation vom Samstag zeigt ein Schiff, das sich durch das Wasser bewegt, bevor es in einem riesigen Feuerball explodiert.

In den vergangenen Wochen hat SOUTHCOM zudem mehrere Videos veröffentlicht, die zeigen, wie Militärpersonal Schiffe, die angeblich in den Drogenhandel verwickelt sind, abfängt, entert, die Besatzungen entfernt und die Boote versenkt.